Votazione popolare del 27 settembre 2026
Risultato finale provvisorio ufficiale
Fonte: Cancelleria federale, risultato finale provvisorio ufficiale (1° ottobre 2026)
Quellen: Abstimmungsbüchlein (Bundeskanzlei, Redaktionsschluss 19.06.2026) · parlament.ch · Parteien und Verbände · gfs.bern / LeeWas / YouGov
Essere neutrali significa: la Svizzera non aiuta nessuna delle parti in una guerra. L'iniziativa vuole ancorare saldamente questa neutralità nella Costituzione. La Svizzera dovrebbe restare neutrale per sempre, pur mantenendo il proprio esercito. A ciò si aggiungerebbero due nuove regole. Primo: la Svizzera non potrebbe più aderire ad alcuna alleanza militare — cioè a nessun gruppo di Paesi che si prestano assistenza militare in caso di guerra. Secondo: la Svizzera non potrebbe più decidere sanzioni di propria iniziativa. Le sanzioni sono misure coercitive contro un Paese, per esempio un divieto di commercio. Resterebbero ammesse soltanto le sanzioni decise dall'ONU. All'ONU collaborano quasi tutti i Paesi del mondo.
L'iniziativa popolare chiede un nuovo articolo 54a della Costituzione federale, che definisce la neutralità svizzera come « permanente » e « armata ». Sarebbero vietati l'adesione ad alleanze di difesa o militari (salvo in caso di aggressione militare contro la Svizzera o di preparativi di una tale aggressione) nonché la partecipazione a « misure coercitive non militari » (sanzioni) contro Stati belligeranti — ad eccezione delle misure decise dal Consiglio di sicurezza dell'ONU. Depositata l'11 aprile 2024 con 129'806 firme valide.
Nel 2022 la Russia ha attaccato l'Ucraina. Da allora la Svizzera si pone una domanda: fin dove deve spingersi la sua neutralità? Si tratta per esempio di sapere se la Svizzera partecipa alle sanzioni. O quanto strettamente collabora con altri Paesi.
Dopo l'inizio della guerra di aggressione russa contro l'Ucraina nel febbraio 2022, la Svizzera ha ripreso la maggior parte delle sanzioni dell'UE contro la Russia. Ciò ha innescato un dibattito di fondo sull'interpretazione, restrittiva o ampia, della neutralità. La Costituzione attuale affida la neutralità al Consiglio federale e al Parlamento, lasciando loro un margine per adeguarla alle circostanze. Il comitato d'iniziativa (associazione « Pro Svizzera », nata dall'ASNI) intende ancorare nella Costituzione una neutralità « globale » e chiaramente delimitata. Il Consiglio federale e la maggioranza del Parlamento respingono un ancoraggio rigido.
Nessuna parola d’ordine ancora: altre parole d'ordine ufficiali dei partiti
Parole d'ordine secondo le decisioni di partiti e associazioni (assemblee dei delegati, comunicati); Consiglio federale e Parlamento secondo il decreto federale. · Stato al 08 settembre 2026
5 astensioni
5 astensioni
Costi opportunità = il prezzo dell'opzione non scelta. Rappresentazione simmetrica, senza giudizio.
Scegli una situazione — osserva come si presenterebbe oggi e con l'art. 54a.
La Svizzera ha ripreso le sanzioni dell'UE contro la Russia.
Le sanzioni proprie o riprese dall'UE sarebbero vietate — resterebbero ammesse soltanto le sanzioni del Consiglio di sicurezza dell'ONU.
Dopo un sì come dopo un no si va avanti — su due vie diverse. Ogni tappa è contrassegnata: stabilita dalla legge, stimata dall’amministrazione o attesa dagli schieramenti. Toccando una tappa si vedono testo e fonte.
Der neue Verfassungsartikel tritt mit der Annahme durch Volk und Stände in Kraft (Art. 195 BV). Der Initiativtext enthält keine Übergangsbestimmung und setzt keine Frist für eine Ausführungsgesetzgebung.
Fonte: Initiativtext, BBl 2022 2694 (Vorprüfung) · Art. 195 BV ↗Die Schweiz darf keine nichtmilitärischen Zwangsmassnahmen mehr gegen kriegführende Staaten treffen. Vorbehalten bleiben Verpflichtungen gegenüber der UNO sowie Massnahmen gegen die Umgehung fremder Sanktionen. Ein Beitritt zu einem Militär- oder Verteidigungsbündnis ist ausgeschlossen, ausser bei einem Angriff auf die Schweiz oder dessen Vorbereitung.
Fonte: Abstimmungstext, Art. 54a Abs. 2 und 3 (Abstimmungsbüchlein, S. 18–19) ↗Der Bundesrat hält in der Botschaft fest, es sei unklar, ob früher angeordnete Massnahmen weitergeführt werden dürften oder aufzuheben wären; die seit Februar 2022 übernommenen EU-Sanktionen gegen Russland müssten «allenfalls» aufgehoben werden. Sanktionen gegen einen Staat, der erst später in einen Krieg gerät (Beispiel Iran), müssten nach dem Text unter Umständen mit Kriegsbeginn aufgehoben werden.
Fonte: Botschaft des Bundesrates vom 27.11.2024, BBl 2024 3136, Ziff. 4.2.2.4 · Abstimmungsbüchlein S. 13 ↗Nach Einschätzung des Bundesrates würde die Zusammenarbeit mit Militär- und Verteidigungsbündnissen «stark eingeschränkt»: Nato-Kooperationsprojekte, gemeinsame Übungen, Ausbildungen und Beschaffungen wären kaum mehr möglich. Die Beteiligung an der Nato-geführten KFOR (Swisscoy) wäre «stark eingeschränkt, wenn nicht sogar verunmöglicht». Welche konkreten Projekte (Sky Shield, Partnerschaft für den Frieden) wie betroffen wären, nennt die Botschaft nicht.
Fonte: Botschaft des Bundesrates vom 27.11.2024, BBl 2024 3136, Ziff. 4.2.2.3 und 4.2.2.5 ↗Befürworter und Gegner erwarten gegensätzliche Folgen für die Stellung der Schweiz in der Welt.
Eine glaubwürdige, bewaffnete und umfassende Neutralität schaffe Sicherheit, schrecke Angreifer ab und halte die Schweiz aus fremden Konflikten heraus. Die Schweiz gelte als verlässliche Partnerin für Handel und Vermittlung.
Initiativkomitee «Neutralität JA» / Pro Schweiz ↗Die Schweiz wäre vom sicherheitspolitischen Erfahrungsaustausch ausgeschlossen und bei einem Angriff weniger gut geschützt; die Rüstungsindustrie werde geschwächt. Der Verzicht auf breit abgestützte Sanktionen schade dem Ruf; die Schweiz drohe als «Sanktionsbrecher» unter Druck zu geraten.
Bundesrat und Parlament (Abstimmungsbüchlein) · economiesuisse ↗Die Bundesverfassung wird nicht geändert. Art. 173 und 185 BV bleiben die Grundlage: Bundesrat und Parlament treffen Massnahmen zur Wahrung der Neutralität. Über die Übernahme internationaler Sanktionen entscheidet der Bundesrat weiterhin von Fall zu Fall nach dem Embargogesetz (Kann-Vorschrift in Art. 1 Abs. 1).
Fonte: Bundesverfassung, Art. 173 und 185 · Embargogesetz SR 946.231 · Botschaft BBl 2024 3136 ↗Die Schweiz hat die EU-Sanktionen gegen Russland weitgehend übernommen und führt sie fort. Per 1. Juli 2026 waren laut SECO 8,5 Mrd. Franken Finanzvermögen sanktionierter Personen und Unternehmen gesperrt. Neue EU-Sanktionspakete werden jeweils einzeln vom Bundesrat geprüft; einen Automatismus gibt es nicht.
Fonte: SECO, FAQ Sanktionen Russland/Ukraine (Stand 1.7.2026) ↗Die Schweiz und die Nato haben im Dezember 2025 das Partnerschaftsprogramm ITPP 2025–2028 festgelegt (politischer Dialog, Interoperabilität von Luftwaffe und Kommunikationssystemen, Weltraum, Resilienz). Es ist rechtlich nicht verbindlich. Die 2024 unterzeichnete Beitrittserklärung zur European Sky Shield Initiative (gemeinsame Beschaffung und Ausbildung in der bodengestützten Luftverteidigung) bleibt bestehen.
Fonte: VBS, Medienmitteilung 18.12.2025 (ITPP 2025–2028) · Bundesrat 10.4.2024 (ESSI-Beitrittserklärung) ↗Das Parlament hat die Beteiligung an der Nato-geführten KFOR bis Ende 2029 verlängert (Nationalrat 11.6.2026, 129:61; Ständerat in der Frühjahrssession 2026). Der Höchstbestand liegt bei 215 Armeeangehörigen mit Möglichkeit zur Erhöhung. Bei einem Nein läuft dieser Einsatz nach Beschluss weiter.
Fonte: Bundesrat/VBS, Botschaft vom 19.11.2025 · Parlamentsbeschluss Juni 2026 (Medienberichte) ↗Befürworter und Gegner erwarten Unterschiedliches, wenn die heutige Praxis fortgesetzt wird.
Ohne verbindlichen Artikel setze der Bundesrat den «schleichenden Nato-Beitritt» fort (Sky Shield, weitere Nato-Kooperationen) und lege die Neutralität weiter «flexibel» aus; die Schweiz werde in fremde Konflikte hineingezogen.
SVP · Initiativkomitee «Neutralität JA» / Pro Schweiz ↗Die seit 1848 bewährte, flexible Neutralitätspraxis werde im Rahmen des Völkerrechts weitergeführt; der Bundesrat entscheide bei Sanktionen weiterhin von Fall zu Fall und behalte den Handlungsspielraum für Sicherheit, Unabhängigkeit und Wohlstand.
Bundesrat (EDA) · Nein-Komitee «Starre Neutralität Nein» ↗Art. 54a BV könnte nur durch eine erneute Verfassungsänderung aufgehoben oder angepasst werden: entweder über eine neue Volksinitiative (100'000 Unterschriften) oder über einen Beschluss der Bundesversammlung, jeweils mit obligatorischer Abstimmung und doppeltem Mehr von Volk und Ständen (Art. 140 und 195 BV). Bei einem Nein kann die Neutralitätspraxis durch Bundesrat und Parlament ohne Volksabstimmung angepasst werden; ein neuer Anlauf für eine Verfassungsänderung bleibt jederzeit möglich.
Der Ständerat wollte anstelle der Initiative nur den Grundsatz in die Verfassung schreiben: «Die Schweiz ist neutral. Ihre Neutralität ist immerwährend und bewaffnet.» Ohne Sanktionsverbot und ohne Kooperationsverbot. Der Bundesrat hatte weder einen direkten Gegenentwurf noch einen indirekten Gegenvorschlag vorgeschlagen.
Für diese Vorlage gibt es keine amtliche Zahlenreihe. Offen bleibt bei einem Ja, wie Bundesrat und Parlament den neuen Artikel auf laufende Sanktionen und bestehende Kooperationen anwenden; bei einem Nein bleibt die Neutralitätspraxis eine Ermessensfrage von Bundesrat und Parlament.
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Restare obiettivi, sostenere le affermazioni con fonti se possibile, niente insulti, niente slogan di campagna. I contributi appaiono dopo la conferma via e-mail; la redazione può rimuoverli successivamente. Le opinioni per il Sì e per il No sono ugualmente benvenute.
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La votazione si è svolta. La discussione è chiusa, i contributi restano leggibili come archivio.
Wortlaut gemäss Abstimmungstext im Abstimmungsbüchlein. Die endgültige Nummerierung des Artikels legt die Bundeskanzlei nach der Abstimmung fest.
1 Die Schweiz ist neutral. Ihre Neutralität ist immerwährend und bewaffnet.
2 Die Schweiz tritt keinem Militär- oder Verteidigungsbündnis bei. Vorbehalten ist eine Zusammenarbeit mit solchen Bündnissen für den Fall eines direkten militärischen Angriffs auf die Schweiz oder für den Fall von Handlungen zur Vorbereitung eines solchen Angriffs.
3 Die Schweiz beteiligt sich nicht an militärischen Auseinandersetzungen zwischen Drittstaaten und trifft auch keine nichtmilitärischen Zwangsmassnahmen gegen kriegführende Staaten. Vorbehalten sind Verpflichtungen gegenüber der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) sowie Massnahmen zur Verhinderung der Umgehung von nichtmilitärischen Zwangsmassnahmen anderer Staaten.
4 Die Schweiz nutzt ihre immerwährende Neutralität für die Verhinderung und Lösung von Konflikten und steht als Vermittlerin zur Verfügung.
Die Bundesversammlung empfiehlt Volk und Ständen, die Initiative abzulehnen.
Drei Institute, drei Methoden, drei Zahlen. Die Meinungsbildung war Mitte August bereits weit fortgeschritten (SRG: 73 % mit fester Stimmabsicht). Fehlerbereiche: SRG ±2,8, Tamedia/LeeWas ca. ±1,5 Prozentpunkte.
| Istituto | Periodo | Persone | Sì | No | Indecisi |
|---|---|---|---|---|---|
| gfs.bern (1. SRG-Trendumfrage) · SRG SSR | 3.–16. August 2026 | 17'212 | 42 % | 54 % | 4 % |
| LeeWas (1. Welle) · Tamedia / 20 Minuten | 12.–13. August 2026 | 13'154 | 36 % | 62 % | 2 % |
| YouGov Schweiz (2. Welle) · YouGov | 3.–17. August 2026 | 3'080 | 41 % | 50 % | 9 % |
Annunciato: 2. SRG-Trendumfrage (gfs.bern), Publikation angekündigt für den 16. September 2026 — wird nach Erscheinen eingebaut. Eine zweite Tamedia/LeeWas-Welle ist zu erwarten.
La neutralità non è uguale ovunque — e si evolve. Quattro Paesi europei, a confronto con la Svizzera.
Tre modelli: durevolmente neutrale al di fuori di ogni alleanza (Svizzera), neutrale pur essendo nell'UE (Austria, Irlanda) e il recente passaggio dal non allineamento all'adesione alla NATO (Svezia, Finlandia) dopo il 2022.
Il diritto della neutralità è rimasto stabile per due secoli; l'interpretazione della neutralità è stata adattata più volte alle circostanze.
Circolano diverse semplificazioni sul tema della neutralità. Eccone sette — e ciò che le fonti ufficiali stabiliscono.
Fonti tra le altre: Cancelleria federale — Iniziativa popolare « Iniziativa sulla neutralità » (testo dell'iniziativa) · Consiglio federale — Oggetti in votazione il 27 settembre 2026 · DFAE/Consiglio federale — Reiezione senza controprogetto (26.06.2024) · SWI swissinfo.ch — Che cosa vuole cambiare l'iniziativa sulla neutralità? (in tedesco) · SRF — Il Consiglio nazionale dice no all'iniziativa e al controprogetto (in tedesco) · SWI swissinfo.ch — Il controprogetto è accantonato (Consiglio degli Stati 29:11, in tedesco) · Comitato d'iniziativa « Neutralità SÌ » — Argomentario (in tedesco) · Associazione Pro Svizzera — Iniziativa sulla neutralità (in tedesco) · Movimento europeo Svizzera — La nostra risposta all'iniziativa sulla neutralità (in tedesco)