Votazione popolare del 29 novembre 2026
Quellen: Fedlex (Gesetz, Verordnung) · parlament.ch (Curia Vista, namentliche Abstimmung) · SECO · Referendums- und Ja-Komitee · Parteien · Abstimmungsbüchlein (12.10.2026) · Umfrageinstitute
Das Parlament hat im Dezember 2025 die Regeln für Waffenexporte gelockert. Dagegen haben SP, Grüne, EVP und Friedensorganisationen das Referendum ergriffen — darum stimmt das Volk ab. Ein Ja heisst: Die Lockerung gilt. Ein Nein heisst: Das heutige Gesetz bleibt. Neu könnte die Schweiz Kriegsmaterial an Staaten mit ähnlichen Exportregeln (zum Beispiel Deutschland oder die USA) auch dann liefern, wenn diese in einen Krieg verwickelt sind. Die Erklärung, dass Waffen nicht weitergegeben werden, wäre nicht mehr die Regel. Und der Bundesrat könnte in besonderen Lagen befristet von den Regeln abweichen. Lieferungen an die Ukraine blieben auch mit dem neuen Gesetz verboten.
Die Änderung vom 19. Dezember 2025 greift an drei Stellen ins Kriegsmaterialgesetz ein. Art. 18: Die Nichtwiederausfuhr-Erklärung des Empfängerstaats ist nicht mehr die Regel, sondern kann vom Bundesrat verlangt werden, wenn aussen-, neutralitäts- oder sicherheitspolitische Gründe es erfordern. Art. 22a Abs. 2bis: Der Ausschlussgrund «Bestimmungsland ist in einen bewaffneten Konflikt verwickelt» gilt nicht mehr für Staaten, für die der Bundesrat Ausnahmen von der Einzelbewilligungspflicht vorsieht (Anhang 2 der Kriegsmaterialverordnung — bei der Parlamentsdebatte 25 Staaten, seit 1. Juli 2026 36); Gesuche für diese Länder werden bewilligt, ausser bei ausserordentlichen Umständen. Art. 22b: Der Bundesrat kann bei ausserordentlichen Umständen befristet (Verordnung max. vier Jahre, einmal verlängerbar) von den Bewilligungskriterien abweichen und muss die Sicherheitspolitischen Kommissionen innert 24 Stunden informieren. Menschenrechtsverletzungen, Einsatz gegen die Zivilbevölkerung und Weitergaberisiko bleiben Ausschlussgründe. Gegen das Gesetz wurde das Referendum mit 58'767 gültigen Unterschriften ergriffen. Es braucht nur das Volksmehr.
Die heutigen strengen Regeln stammen von 2021. Damals drohte eine Volksinitiative, und das Parlament schrieb die Regeln ins Gesetz. Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine wollten Länder wie Deutschland Schweizer Munition an die Ukraine weitergeben. Die Schweiz sagte Nein, weil das Gesetz es verbietet. Seither sagt die Rüstungsindustrie, sie verliere Aufträge. Das Parlament lockerte deshalb das Gesetz — und ging dabei weiter als der Bundesrat.
Art. 22a KMG mit seinen Bewilligungskriterien ist selbst das Ergebnis eines Kompromisses: 2021 hob das Parlament die bis dahin auf Verordnungsstufe geregelten Kriterien als indirekten Gegenvorschlag zur «Korrektur-Initiative» ins Gesetz; die Initiative wurde daraufhin zurückgezogen, das Gesetz gilt seit 1. Mai 2022. Wenige Monate später lehnte der Bundesrat Wiederausfuhrgesuche von EU-Staaten für die Ukraine mit Verweis auf dieses Recht ab; die Rüstungsindustrie gilt seither als unattraktive Lieferantin. Eine Motion der Sicherheitspolitischen Kommission des Ständerats (23.3585) verlangte 2023 eine Abweichungskompetenz. Der Bundesrat setzte sie in seiner Botschaft vom 12. Februar 2025 um — wortgleich mit seinem Gegenvorschlag von 2021, nur Art. 22b. Das Parlament ging deutlich weiter: Der Ständerat ergänzte im Juni 2025 die Ausnahme für die Staaten mit vereinfachter Bewilligung und, auf Antrag Thierry Burkart, die Lockerung bei der Wiederausfuhr; der Nationalrat bestätigte das Paket im Dezember 2025 (Schlussabstimmung NR 122:68, SR 31:11). Beide Lager betonen: Lieferungen an die Ukraine blieben auch mit der Revision verboten.
Parole d'ordine secondo le decisioni di partiti e associazioni (assemblee dei delegati, comunicati); Consiglio federale e Parlamento secondo il decreto federale. · Stato al 25 ottobre 2026
6 astensioni
1 astensione
Costi opportunità = il prezzo dell'opzione non scelta. Rappresentazione simmetrica, senza giudizio.
Scegli una situazione — osserva come si presenterebbe oggi e con l'art. 54a.
Nicht möglich: Nichtwiederausfuhr-Erklärung und Ausschluss kriegführender Staaten.
Weiterhin nicht möglich: Ist die Weitergabe an ein Kriegsland absehbar, müsste der Bundesrat einschreiten — das bestätigen beide Lager.
Dopo un sì come dopo un no si va avanti — su due vie diverse. Ogni tappa è contrassegnata: stabilita dalla legge, stimata dall’amministrazione o attesa dagli schieramenti. Toccando una tappa si vedono testo e fonte.
Die Änderung vom 19. Dezember 2025 untersteht dem fakultativen Referendum; den Zeitpunkt des Inkrafttretens bestimmt der Bundesrat (Ziff. II). Weder Gesetz noch Botschaft nennen ein Datum. Der Bund rechnet mit keinen finanziellen oder personellen Auswirkungen.
Fonte: Referendumsvorlage BBl 2026 22, Ziff. II; Botschaft BBl 2025 650, Ziff. 6.3 ↗Für die Länder, für die der Bundesrat Ausnahmen von der Einzelbewilligungspflicht vorsieht (Anhang 2 KMV: seit 1. Juli 2026 alle EU- und EFTA-Staaten sowie Argentinien, Australien, Japan, Kanada, Neuseeland, USA und Vereinigtes Königreich), entfällt der Ausschlussgrund «Verwicklung in einen bewaffneten Konflikt». Gesuche werden bewilligt, ausser bei ausserordentlichen Umständen. Die Ausschlussgründe Menschenrechtsverletzungen, Einsatz gegen die Zivilbevölkerung und Weitergaberisiko sowie Embargos (Art. 25 KMG) bleiben. Die Ukraine steht nicht auf der Liste. Der Bundesrat kann die Liste per Verordnung ändern; Kriterien dafür stehen weder im Gesetz noch in der Verordnung.
Fonte: KMG-Änderung Art. 22a Abs. 2bis (BBl 2026 22); KMV Anhang 2, Fassung vom 27. Mai 2026 (AS 2026 310); Antwort des Bundesrates auf Interpellation 25.4185 ↗Der Bundesrat kann vom staatlichen Endempfänger eine Nichtwiederausfuhr-Erklärung verlangen, wenn aussen-, neutralitäts- oder sicherheitspolitische Gründe es erfordern. Bei Einzelteilen und Baugruppen in internationalen Wertschöpfungsketten wird grundsätzlich darauf verzichtet. Eine zeitliche Befristung bestehender Erklärungen (etwa nach fünf Jahren) enthält das Gesetz nicht; auch eine Übergangsbestimmung für bereits abgegebene Erklärungen fehlt.
Fonte: KMG-Änderung Art. 18 Abs. 1 und 2 (BBl 2026 22) ↗Bei ausserordentlichen Umständen und zur Wahrung aussen- oder sicherheitspolitischer Interessen kann der Bundesrat von den Bewilligungskriterien abweichen. Per Verfügung: Information der Sicherheitspolitischen Kommissionen innert 24 Stunden. Per Verordnung: höchstens vier Jahre, einmal verlängerbar; nach der Verlängerung fällt sie sechs Monate später dahin, wenn der Bundesrat dem Parlament keinen Gesetzesentwurf vorlegt. Embargos bleiben vorrangig.
Fonte: KMG-Änderung Art. 22b Abs. 1–3 (BBl 2026 22); Botschaft BBl 2025 650, Ziff. 4 ↗Der Bundesrat schätzt, dass der Nutzen der Abweichungskompetenz für die sicherheitsrelevante Technologie- und Industriebasis «von marginaler oder von entscheidender Bedeutung» sein kann, je nach Lage. Als Referenz nennt er die BAK-Studie 2023: Rüstungsindustrie rund 2,3 Mrd. Fr. Wertschöpfung und rund 14'300 Arbeitsplätze. Die Kompetenz könnte etwa Zulieferungen an Partnerstaaten aufrechterhalten, die plötzlich in einen Konflikt verwickelt werden, und die Rechtssicherheit von Offset-Geschäften verbessern.
Fonte: Botschaft BBl 2025 650, Ziff. 6.1–6.2 (Bundesrat 2025; Annahme: bezieht sich nur auf Art. 22b, nicht auf die vom Parlament ergänzten Art. 18 und 22a Abs. 2bis) ↗Wie sich die Lockerung auf Industrie, Neutralität und Endverbleib auswirkt, beurteilen die Lager gegensätzlich.
Partnerstaaten wie Deutschland, Dänemark oder die Niederlande kauften wieder in der Schweiz ein; Produktionslinien, Know-how und Arbeitsplätze blieben im Land, die Armee erhalte eine funktionierende Industriebasis. Der Bundesrat behalte ein Vetorecht, wenn er die Neutralität gefährdet sieht.
Ja-Komitee «Sicherheit stärken» (SVP, FDP, Mitte, economiesuisse, Swissmem u. a.) / Swissmem ↗Schweizer Kriegsmaterial könne «sofort ohne Auflagen weitergeliefert» und via Tochterfirmen oder Zwischenhändler in Bürgerkriege wie im Sudan oder nach Israel gelangen; der Bundesrat könne «nach Gutdünken» Ausnahmen beschliessen, die demokratische Kontrolle entfalle, die Neutralität werde ausgehöhlt.
Referendumskomitee (GSoA, SP, Grüne, EVP u. a.) ↗Die Änderung tritt nicht in Kraft. Es gilt weiter das Kriegsmaterialgesetz in der Fassung vom 1. Oktober 2021 (in Kraft seit 1. Mai 2022), dem indirekten Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Korrektur-Initiative: Nichtwiederausfuhr-Erklärung als Regel (Art. 18) und keine Bewilligung, wenn das Bestimmungsland in einen internen oder internationalen bewaffneten Konflikt verwickelt ist (Art. 22a Abs. 2 Bst. a). Der Bundesrat erhält keine Abweichungskompetenz.
Fonte: KMG SR 514.51, Art. 18 und 22a (Änderung vom 1. Oktober 2021, AS 2022 226) ↗Die Erweiterung von Anhang 2 KMV auf 36 Staaten per 1. Juli 2026 ist Verordnungsrecht und bleibt bei einem Nein bestehen. Sie erleichtert Vermittlung, Handel und Technologietransfer (keine Einzelbewilligung), hebt aber den Ausschlussgrund «bewaffneter Konflikt» nicht auf. Der Bundesrat hatte die Erweiterung ausdrücklich auch als Klärung für die Abstimmung beschlossen.
Fonte: Bundesrat, Medienmitteilung vom 27. Mai 2026 (Exportkontrollerleichterungen für alle EU- und EFTA-Staaten); KMV Anhang 2 ↗Bestehende Nichtwiederausfuhr-Erklärungen bleiben verbindlich. Gesuche wie jene von Deutschland (rund 12'400 Schuss 35-mm-Munition für den Gepard) und Dänemark (22 Piranha III) für die Ukraine, die der Bundesrat am 3. Juni 2022 ablehnte, müssten weiter abgelehnt werden, solange das Bestimmungsland in einen Konflikt verwickelt ist. Zulieferungen von Einzelteilen und Baugruppen an Rüstungsfirmen in Partnerstaaten bleiben nach der Praxis des Bundesrates möglich, wenn der Schweizer Anteil unter 50 Prozent des Endprodukts liegt.
Fonte: Bundesrat/SECO, Medienmitteilung vom 3. Juni 2022 «Ukraine: Bundesrat hat verschiedene Kriegsmaterial-Geschäfte beurteilt»; KMG Art. 18 und 22a ↗Alle bisherigen Lockerungsvorstösse sind erledigt: Motion Burkart 22.3557 (SR abgelehnt 6.3.2023, 23:18), Pa.Iv. 23.401 «Lex Ukraine» (NR keine Folge 1.6.2023, 98:75), Pa.Iv. 23.402 (SR Folge 7.6.2023, 22:17; NR keine Folge 27.9.2023, 135:48), Pa.Iv. 23.403 (SiK-N zurückgezogen 11.11.2025), Motion 23.3585 (erfüllt). Ein neuer Anlauf bräuchte einen neuen Vorstoss; ein Gesetz unterstünde wieder dem fakultativen Referendum. Hängig ist nur eine Motion für ein Exportverbot in die Vereinigten Arabischen Emirate (25.4778).
Fonte: Curia Vista 22.3557, 23.401, 23.402, 23.403, 23.3585, 25.4778; politchronik.swiss ↗Was das Festhalten am Recht von 2021 bedeutet, beurteilen die Lager gegensätzlich.
Die Schweiz gelte bei den wichtigsten Partnerstaaten nicht mehr als verlässliche Lieferantin; Produktionslinien würden ins Ausland verlagert, Investitionen unterblieben, hochspezialisierte Kompetenzen gingen dauerhaft verloren — «einmal abgewanderte Produktionskapazitäten kehren nicht zurück».
Swissmem / Ja-Komitee «Sicherheit stärken» ↗Die 2021 unter dem Druck der Korrektur-Initiative eingeführten Schutzbestimmungen blieben unangetastet; die Schweiz behalte die Kontrolle über den Endverbleib, bewahre ihre Neutralität und Glaubwürdigkeit und werde nicht Teil einer «eskalierenden Rüstungsspirale».
GSoA / Referendumsallianz (SP, Grüne, EVP u. a.) ↗Ohne gesetzliche Abweichungskompetenz könnte der Bundesrat in ausserordentlichen Lagen nur gestützt auf die Verfassung (Art. 184 BV) von den Bewilligungskriterien abweichen. Eine solche Bewilligung «würde dem Wortlaut des Gesetzes zuwiderlaufen und könnte institutionelle Fragen aufwerfen». Zulieferungen an Partnerstaaten, die in einen Konflikt geraten, wären nach heutigem Recht nicht aufrechtzuerhalten.
Fonte: Botschaft BBl 2025 650, Ziff. 6.2 und 7.5 (Bundesrat 2025; Einschätzung zum Status quo) ↗Es geht um ein Bundesgesetz. Das Parlament kann es jederzeit wieder ändern — in beide Richtungen; jede Änderung untersteht dem fakultativen Referendum (50'000 Unterschriften oder acht Kantone innert 100 Tagen). Der entscheidende Länderkreis (Anhang 2 KMV) steht in einer Verordnung: Der Bundesrat kann ihn ohne Parlament und ohne Referendum anpassen. Eine Abweichung per Verordnung nach Art. 22b ist von Gesetzes wegen auf höchstens vier Jahre befristet und einmal verlängerbar. Eine Volksinitiative könnte die Regeln auf Verfassungsstufe heben; dann bräuchte es Volks- und Ständemehr.
Die Botschaft vom 12. Februar 2025 setzte die Motion 23.3585 der SiK-S wortgleich um und beschränkte sich auf Art. 22b — identisch mit dem Gegenvorschlag des Bundesrates von 2021. Die Lockerungen bei der Wiederausfuhr (Art. 18) und die Länderausnahme (Art. 22a Abs. 2bis) fügte das Parlament hinzu.
Kriegsmaterialexporte hätten in Länder bewilligt werden können, die sich gemäss UNO-Charta gegen eine völkerrechtswidrige Aggression verteidigen (Beispiel Ukraine).
Dringliches, bis Ende 2025 befristetes Gesetz: Die Nichtwiederausfuhr-Erklärung wäre hinfällig geworden, wenn die Wiederausfuhr an die Ukraine im Zusammenhang mit dem russisch-ukrainischen Krieg erfolgt.
Für Anhang-2-Länder wäre die Erklärung auf fünf Jahre befristet worden, mit Weitergabe danach nur an Staaten ohne Konfliktverwicklung (ausser Selbstverteidigung), ohne schwere Menschenrechtsverletzungen und ohne Risiko für die Zivilbevölkerung; ältere Erklärungen wären aufgehoben worden.
Variante mit Selbstverteidigungs-Ausnahme nur bei Feststellung durch UNO-Sicherheitsrat oder Zweidrittelmehrheit der Generalversammlung; Vernehmlassung Juni–Oktober 2024.
Vollständiger Verzicht auf die Erklärung bei Lieferungen an Staaten mit gleichen Werten und vergleichbarem Exportkontrollregime.
Wirtschaftsverbände wollten Art. 22a Abs. 2 Bst. a ganz streichen oder für Anhang-2-Länder ausser Kraft setzen; der Kanton Basel-Landschaft wollte die Abweichungskompetenz auf Bst. a beschränken.
Es gibt keine amtliche Zahlenreihe für beide Fälle; die SECO-Exportstatistik ist historisch und stark von Einzelgeschäften geprägt. Offen bleibt zudem, wann der Bundesrat die Änderung in Kraft setzen würde und ob er den Länderkreis in Anhang 2 KMV weiter verändert.
Qual è la tua tendenza su questo oggetto – ad oggi?
Questi numeri mostrano solo la tendenza dei visitatori di questa pagina. Non sono rappresentativi della Svizzera.
Restare obiettivi, sostenere le affermazioni con fonti se possibile, niente insulti, niente slogan di campagna. I contributi appaiono dopo la conferma via e-mail; la redazione può rimuoverli successivamente. Le opinioni per il Sì e per il No sono ugualmente benvenute.
Ancora nessun contributo. Scrivi il primo – le opinioni per il Sì e per il No sono ugualmente benvenute.
La votazione si è svolta. La discussione è chiusa, i contributi restano leggibili come archivio.
Abstimmungsfrage: «Wollen Sie die Änderung vom 19. Dezember 2025 des Bundesgesetzes über das Kriegsmaterial (Kriegsmaterialgesetz, KMG) annehmen?» — Amtlicher Wortlaut der Referendumsvorlage. Zum Vergleich: Heute ist die Nichtwiederausfuhr-Erklärung die Regel (Art. 18 Abs. 1), und Auslandsgeschäfte werden nicht bewilligt, wenn das Bestimmungsland in einen bewaffneten Konflikt verwickelt ist (Art. 22a Abs. 2 Bst. a). Abgedruckt im Abstimmungsbüchlein vom 12. Oktober 2026 (https://www.admin.ch/dam/de/sd-web/HXhFMFWOaa6u/BAR_Erlaeuterungen_Nov26_DE_v10.pdf).
1 Wenn aussen-, neutralitäts- oder sicherheitspolitische Gründe dies erfordern, kann der Bundesrat vom staatlichen Endempfänger eine Nichtwiederausfuhrerklärung verlangen.
2 Bei Einzelteilen und Baugruppen von Kriegsmaterial wird grundsätzlich auf die Nichtwiederausfuhr-Erklärung verzichtet, wenn feststeht, dass es sich um eine Zulieferung im Rahmen einer internationalen Wertschöpfungskette handelt.
2bis Absatz 2 Buchstabe a gilt nicht für Länder, für welche der Bundesrat gestützt auf die Artikel 15 Absatz 2, 16a Absatz 2 und 20 Absatz 3 Ausnahmen von der Einzelbewilligungspflicht vorsieht. Ausfuhrgesuche für diese Länder werden bewilligt, ausser es liegen ausserordentliche Umstände vor und die aussen-, neutralitäts- oder sicherheitspolitischen Interessen der Schweiz erfordern eine Ablehnung.
1 Der Bundesrat kann unter Einhaltung der Voraussetzungen in Artikel 22 von den Bewilligungskriterien nach Artikel 22a abweichen, wenn: a. ausserordentliche Umstände vorliegen; und b. die Wahrung der aussen- oder der sicherheitspolitischen Interessen des Landes dies erfordert.
2 Erfolgt die Abweichung mittels Verfügung, so informiert der Bundesrat die sicherheitspolitischen Kommissionen der Bundesversammlung spätestens 24 Stunden nach seinem Beschluss.
3 Erfolgt die Abweichung mittels Verordnung, so befristet der Bundesrat diese angemessen; ihre Geltungsdauer beträgt höchstens vier Jahre. Der Bundesrat kann die Geltungsdauer einmal verlängern. In diesem Fall tritt die Verordnung sechs Monate nach dem Inkrafttreten ihrer Verlängerung ausser Kraft, wenn der Bundesrat der Bundesversammlung bis dahin keinen Entwurf für eine Anpassung der gesetzlichen Bewilligungskriterien nach Artikel 22a unterbreitet.
1 Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum. 2 Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.
Umfragen zeigen ein Stimmungsbild zum Befragungszeitpunkt, keine Prognose. Tamedia/LeeWas: Online-Befragung mit statistischer Gewichtung (Fehlerbereich ±1,6 Prozentpunkte). SRG/gfs.bern: telefonische und Online-Befragung, gewichtet (±2,8 Prozentpunkte). YouGov: Online-Panel, Werte aus einem statistischen Schätzmodell (MRP, ±1,8 Prozentpunkte).
| Istituto | Periodo | Persone | Sì | No | Indecisi |
|---|---|---|---|---|---|
| LeeWas · Tamedia / 20 Minuten | 7.–8. Okt. 2026 | 11'239 | 44 % | 47 % | 9 % |
| YouGov Schweiz · Eigenstudie | 7.–19. Okt. 2026 | 2'949 | 38 % | 33 % | 29 % |
| gfs.bern · SRG SSR | 5.–18. Okt. 2026 | 14'874 | 49 % | 41 % | 10 % |
Annunciato: Weitere Wellen von Tamedia/LeeWas und SRG/gfs.bern folgen im November.
Zahlen und Begriffe, die im Abstimmungskampf kursieren — und was die amtlichen Quellen dazu sagen.
Fonti tra le altre: Bundesrat — Erläuterungen zur Volksabstimmung vom 29. November 2026 (Abstimmungsbüchlein, PDF) · Fedlex — KMG-Änderung vom 19.12.2025 (Referendumsvorlage, BBl 2026 22) · Fedlex — Kriegsmaterialgesetz (geltende Fassung, SR 514.51) · Fedlex — Kriegsmaterialverordnung, Anhang 2 (SR 514.511) · Parlament — Curia Vista, Geschäft 25.024 · Bundeskanzlei — Referendum zustande gekommen · Bundesrat/SECO — Ausfuhr von Kriegsmaterial im Jahr 2025 · Referendumskomitee — kriegsmaterial-referendum.ch · GSoA — Allianz bereit für den Abstimmungskampf (30.06.2026) · Ja-Komitee — kriegsmaterialgesetz.ch · Swissmem — Warum das aktuelle Kriegsmaterialgesetz die Schweiz verwundbar macht · SP Schweiz — Kriegsmaterial-Referendum · FDP — Parolen (Delegiertenversammlung 27.06.2026: Ja zum Kriegsmaterialgesetz) · swissvotes — Vorlage 693 · Bundeskanzlei — Abstimmungsvorlagen für den 29. November 2026 · LeeWas / Tamedia — Abstimmungsumfrage Welle 1 (14.10.2026, PDF) · SVP — Medienmitteilung zur Delegiertenversammlung (17.10.2026) · GLP — Parolen für die Abstimmungen vom 29. November (24.10.2026) · Travail.Suisse — Parolen für die Volksabstimmungen vom 29. November (15.10.2026) · economiesuisse — Parolen zum 29. November (15.09.2026, englische Fassung) · YouGov Schweiz — Stimmungsbarometer zum 29. November (20.10.2026) · gfs.bern — 1. SRG-Trendumfrage zum 29. November 2026 (23.10.2026)