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Abstimmung am 29. November 2026

Ein neues Kinder·zentrum am Geissberg

Für wen?

Lese-Stufe: Leicht

Kosten
15,73 Millionen Franken
Stadt·parlament
Ja: 19 zu 14. 2 Enthaltungen.
Abstimmung
29. November 2026

Quellen: Abstimmungsmagazin · stadt-schaffhausen.ch · Grosser Stadtrat · Baufachkommission

Worum geht es?

Am Geissberg in Schaffhausen soll ein neues Kinder·zentrum entstehen. Drei Kindergärten, eine Krippe mit 40 Plätzen und ein Hort mit 23 Plätzen. Die Krippe ersetzt die alte Krippe am Ringkengässchen. Die ist voll. Das Projekt heisst «CRESCENDO». Es kostet 15,73 Millionen Franken. Der Kanton zahlt wahrscheinlich 2,63 Millionen davon. Im Stadt·parlament war der Preis umstritten. SVP und FDP wollten nur 12 Millionen ausgeben. Sie haben verloren. Jetzt entscheidet das Volk.

Die Vorlage des Stadtrats umfasst einen Verpflichtungskredit von 15'730'000 Franken für den Neubau (vom Grossen Stadtrat gegenüber dem Antrag des Stadtrats von 15'665'000 Franken leicht erhöht) und die Umwidmung eines Teilgrundstücks (GB 2131) vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen für 2'222'000 Franken; beide Beschlüsse unterstehen gemeinsam dem obligatorischen Referendum (Art. 10 lit. d Stadtverfassung). Das Siegerprojekt «CRESCENDO» aus einem offenen Wettbewerb mit 46 Beiträgen entsteht an der Finsterwaldstrasse/Weinsteig mit drei Kindergärten, einer Kinderkrippe (ersetzt die Krippe Ringkengässchen 5, 40 Plätze) und einem Hort (23 neue Plätze); ein vierter Kindergarten bleibt im geschützten Bestandsbau, der Pavillon von 1992 wird abgebrochen. Gesamtkosten inklusive des bereits bewilligten Planungskredits (595'000 Franken) rund 16,26 Mio. Franken; erwartete Kantonssubvention rund 2,63 Mio., Vorfinanzierung von 6,0 Mio. aus der Jahresrechnung 2024; Abschreibungen rund 305'000 Franken pro Jahr plus rund 90'000 für die Umwidmung; Kostengenauigkeit ±15 Prozent, Preisbasis April 2025. Der Grosse Stadtrat stimmte am 18. August 2026 mit 19:14 bei 2 Enthaltungen zu (Ja: SP, JUSO, Grüne, GLP, EVP; Nein: SVP, FDP, PUSH).

Wie kam es dazu?

Im Quartier Geissberg braucht es mehr Kindergarten·plätze. Es gibt dort keine Krippe und keinen Hort. 2022 hat das Parlament die Planung bewilligt. Damals dachte die Stadt: Es kostet etwa 6,5 Millionen. Nach dem Wettbewerb kostet es mehr als doppelt so viel. Darüber hat das Parlament gestritten.

Am 17. Mai 2022 legte der Stadtrat die Vorlage «Kinderzentrum Geissberg – Strategie und Planungskredit» mit einer Grobschätzung von rund 6,5 Mio. Franken vor; der Grosse Stadtrat stimmte der Strategie am 29. November 2022 mit 22:8:2 zu. Der offene Wettbewerb ergab das Siegerprojekt «CRESCENDO». Die Vorlage vom 20. Januar 2026 (Medienmitteilung 9. Februar 2026) beantragte 15,665 Mio. Franken; die Baufachkommission kürzte am 10. August 2026 auf 15,5 Mio. (5:2) und stimmte 3:1 bei 3 Enthaltungen zu. Die Kostensteigerung gegenüber 2022 erklärt die Vorlage mit Fehlannahmen in der Machbarkeitsstudie (2,8 Mio.), grösserem Flächenbedarf (1,8 Mio.), Teuerung (1,5 Mio.), Aussenraum (1,2 Mio.) und Pavillonersatz (1,1 Mio.). Im Grossen Stadtrat am 18. August 2026 unterlag eine Rückweisung mit 16:18; bei der Kredithöhe erhielt der FDP/Mitte-Antrag auf 12 Mio. 16 Stimmen, der Antrag auf 15,73 Mio. (SP) setzte sich gegen die Kommissionsvariante von 15,5 Mio. durch (14:18 bei 3 Enthaltungen). Die SVP/EDU-Fraktion kündigte an, die Vorlage «an der Urne zu bekämpfen»; der Stadtrat setzte die Abstimmung am 25. August 2026 auf den 29. November 2026 an.

Bei einem Ja
Der Bau beginnt im Sommer 2028. Ende 2029 öffnen Kindergärten, Krippe und Hort. Die alte Krippe zieht um.
Bauprojekt im Sommer 2027, Baubewilligung im Herbst 2027, Baustart im Sommer 2028, Inbetriebnahme Ende 2029. Die Krippe Ringkengässchen 5 zieht ins Kinderzentrum; die freiwerdende Liegenschaft soll im Baurecht abgegeben werden (separate Vorlage). Die Aussenanlagen werden öffentlich nutzbar; Hartplatz, Fussballwiese und Schlittelhang bleiben, das Familiengartenareal wird durch Parkplätze reduziert. Nettoinvestition nach Kantonsbeitrag rund 13,6 Mio. Franken.
Bei einem Nein
Der Kindergarten im Schul·haus Steingut und die Krippe am Ringkengässchen bleiben. Zwei Kindergärten fehlen weiter. Die Stadt muss neu planen.
Bei Ablehnung bleiben die heutigen Provisorien (Kindergarten im Schulhaus Steingut, Krippe Ringkengässchen 5) bestehen; der von der Schulraumplanung ausgewiesene Bedarf an zwei zusätzlichen Kindergärten bleibt ungedeckt, Krippe und Hort im Quartier entfallen vorerst. Eine neue Vorlage — etwa mit reduziertem Volumen, wie von der Gegnerschaft gefordert — bräuchte erneut Planung, Parlament und Volksabstimmung. Die Vorlage beschreibt die Folgen einer Ablehnung nicht ausdrücklich.
Wer empfiehlt Ja oder Nein?
Ja
StadtratStadt·parlament
Nein
EDU Stadt SH

Noch keine Parole: SVP Stadt SH · FDP Stadt SH · Die Mitte Stadt SH · SP Stadt SH · Grüne Stadt SH · GLP Stadt SH · EVP Stadt SH · JUSO Stadt SH

So empfehlen die Behörden und die Parteien. Manche Parteien sagen es erst später. · Stand: 25. Oktober 2026

Die Waage: Was gewinnt man? Was gibt man auf?
Bei einem JA
+ Das gewinnt man
  • Betreuung für Kinder von 4 Monaten bis 6 Jahren an einem Ort
  • Genug Kindergarten·plätze im Quartier
  • Ein Spiel·platz für alle
− Das gibt man auf
  • 15,73 Millionen Franken sind gebunden
  • Ein kleineres Projekt wird nicht geprüft
Bei einem NEIN
+ Das gewinnt man
  • Die Stadt gibt kein Geld aus
  • Die Stadt kann ein kleineres Projekt planen
− Das gibt man auf
  • Die alten Lösungen bleiben
  • Krippe und Hort gibt es vorerst nicht. Neu planen dauert Jahre.

Jede Wahl hat einen Preis. Beide Seiten sind gleich gezeigt.

Gründe: dafür und dagegen

Dafür

Stadtrat und SP im Stadt·parlament
Bedarf & Angebot Das Quartier braucht vier Kindergärten. Dazu eine Krippe und einen Hort. Heute gibt es dort weder Krippe noch Hort. Quelle: Stadtrat und SP im Stadt·parlament ↗
Kosten Andere Städte zahlen für solche Bauten gleich viel. Das Zentrum ist so gross wie neun Kindergärten. Es ist kein Luxus. Quelle: Stadtrat und GLP im Stadt·parlament ↗
Sparen Die Stadt hat schon über eine Million Franken gespart. Mehr sparen geht nur bei den Dingen für die Kinder. Quelle: Bau·referentin und SP im Stadt·parlament ↗
Geld der Stadt Der Kanton zahlt etwa 2,63 Millionen Franken. 6 Millionen hat die Stadt schon auf die Seite gelegt. Quelle: Stadtrat ↗

Dagegen

SVP/EDU im Stadt·parlament
Bedarf & Angebot Krippe und Hort könnten vielleicht Private machen. Die Stadt sollte nur die nötigen Kindergärten bauen. Quelle: SVP/EDU im Stadt·parlament ↗
Kosten Das Projekt kostet 2,5-mal mehr als 2022 geplant: 15,7 statt 6,5 Millionen Franken. FDP und Mitte wollten höchstens 12 Millionen. Quelle: FDP/Mitte und SVP/EDU im Stadt·parlament ↗
Sparen Die Stadt hat nur 240'000 Franken gespart. Das ist nur 1,5 Prozent. Das ist viel zu wenig. Quelle: SVP/EDU im Stadt·parlament und Bau·kommission ↗
Geld der Stadt Die Stadt wird bald weniger Steuern einnehmen. Die Zeit der teuren Bauten ist vorbei. Über 15 Millionen sind schwer zu erklären. Quelle: SVP und FDP im Stadt·parlament ↗

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Was wir noch nicht wissen Hier fehlen noch Infos. Wir tragen sie später nach.
  • Im Abstimmungs·heft der Stadt steht die genaue Abstimmungs·frage nicht.
  • Die EDU sagt Nein. Die anderen Parteien haben noch keine Parole. Stand: 25. Oktober 2026.
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Quellen: Stadt Schaffhausen — Abstimmungsmagazin zur Volksabstimmung vom 29. November 2026 (PDF) · Stadt Schaffhausen — Vorlage des Stadtrats «Neubau Kinderzentrum Geissberg» (PDF) · Baufachkommission — Bericht und Antrag (10.08.2026, PDF) · Grosser Stadtrat — Abstimmungsresultate vom 18.08.2026 (PDF) · Grosser Stadtrat — Ratsprotokoll vom 18.08.2026 (PDF) · Stadt Schaffhausen — Geschäftsseite Neubau Kinderzentrum Geissberg · Stadt Schaffhausen — Medienmitteilung zur Vorlage (09.02.2026) · Stadt Schaffhausen — Abstimmungstermin 29. November 2026 (25.08.2026) · Stadt Schaffhausen — Budget 2027: Finanzpolitischer Wendepunkt (27.08.2026) · Stadt Schaffhausen — Urnengang vom 29. November 2026 · EDU Schaffhausen — Abstimmungsparolen