Abstimmung am 27. September 2026
Quellen: admin.ch · blw.admin.ch · parlament.ch · Initiativkomitee
Selbst-Versorgung heisst: Wie viel von unserem Essen die Schweiz selbst macht. Heute sind das ungefähr 46 von 100 Teilen. Die Initiative will: Es sollen mindestens 70 von 100 Teilen werden. Und das in 10 Jahren. Dafür sollen die Bauern mehr Pflanzen für Menschen anbauen. Und weniger Tiere halten. Auch das Trink-Wasser, die Natur und der Boden sollen besser geschützt werden. Abgestimmt wird am 27. September 2026.
Die Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser» verlangt einen Ausbau der Ernährungssicherheit: Der Netto-Selbstversorgungsgrad soll von heute rund 46 Prozent auf mindestens 70 Prozent steigen, erreicht innert zehn Jahren nach Annahme. Dazu soll die Land- und Ernährungswirtschaft vermehrt auf die Produktion und den Konsum pflanzlicher statt tierischer Lebensmittel ausgerichtet werden. Weiter verlangt die Initiative genügend sauberes Trinkwasser, den Schutz der Biodiversität und der Bodenfruchtbarkeit; die in den Umweltzielen Landwirtschaft festgelegten Höchstwerte für Dünger- und Nährstoffeinträge dürften nicht mehr überschritten werden.
Die Initiative kommt von Franziska Herren. Sie hat einen Verein für sauberes Wasser. Sie hat schon im Jahr 2021 eine Abstimmung über Wasser gemacht. Damals sagte das Volk Nein. Der Bundes-Rat und das Parlament finden das Ziel gut. Aber sie sagen: In so kurzer Zeit geht das nicht. Darum sagen sie Nein.
Die Initiative wurde am 16. August 2024 eingereicht; treibende Kraft ist Franziska Herren (Verein «Sauberes Wasser für alle»), die bereits die 2021 an der Urne abgelehnte Trinkwasserinitiative lanciert hatte. Der Bundesrat verabschiedete am 13. August 2025 die Botschaft und empfiehlt die Initiative ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung: Die Ziele seien in den vorgegebenen Fristen nicht realistisch und nur mit tiefgreifenden staatlichen Eingriffen erreichbar. Das Parlament folgte ihm: National- und Ständerat lehnten die Initiative in der Frühjahrssession 2026 oppositionslos ab, ohne Gegenvorschlag. Berechtigte Anliegen will der Bundesrat in der Agrarpolitik ab 2030 aufnehmen.
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