Abstimmung am 29. November 2026
Quellen: Fedlex · parlament.ch · BSV (Finanzperspektiven) · ESTV (Botschaft, Abstimmungsbüchlein) · Parteien und Verbände · Abstimmungsbüchlein (12.10.2026) · Umfrageinstitute
Seit 2024 gibt es die 13. AHV-Rente. Das heisst: Alle Rentner bekommen im Dezember eine Rente extra. Das kostet ungefähr 4 Milliarden Franken pro Jahr. Woher kommt das Geld? Das Parlament sagt: Die Mehrwert-Steuer soll steigen. Von 8,1 auf 8,5 Prozent. Die Mehrwert-Steuer zahlt man beim Einkaufen. Für Essen bleibt die Steuer tief. Das bringt ungefähr 1,5 Milliarden pro Jahr. Das ist etwa die Hälfte von den Kosten. Weil die Verfassung geändert wird, muss das Volk abstimmen. Bei einem Nein gibt es die 13. Rente trotzdem. Aber ohne dieses Geld.
Der Bundesbeschluss vom 19. Juni 2026 ergänzt Art. 130 BV: Zur Sicherung der Finanzierung der 13. Altersrente erhöht der Bundesrat den Mehrwertsteuer-Normalsatz um 0,4 und den Sondersatz für Beherbergung um 0,2 Prozentpunkte (Abs. 3quinquies); der Ertrag fliesst vollumfänglich in den AHV-Ausgleichsfonds (Abs. 3sexies). Der reduzierte Satz (2,6 %) bleibt unverändert. Erwartet werden rund 1,5 Mrd. Franken pro Jahr, vorgesehen ab 2028. Die 13. Rente kostet 2026 rund 4,2 Mrd. Franken; Mehrwertsteuer plus Bundesbeitrag decken laut BSV etwa die Hälfte. Der Bundesrat hatte 2024 eine Erhöhung um 0,7 Punkte vorgeschlagen; im Parlament scheiterten sowohl eine Befristung bis 2033 (SVP, FDP, GLP) als auch zusätzliche Lohnprozente (Mitte, SP, Grüne) — übrig blieb die unbefristete reine Mehrwertsteuerlösung. Als Verfassungsänderung untersteht sie dem obligatorischen Referendum: Volks- und Ständemehr.
Am 3. März 2024 hat das Volk Ja gesagt zur 13. AHV-Rente. Aber die Initiative sagte nicht, wer das bezahlt. Das Parlament hat fast 2 Jahre gestritten. Nur Mehrwert-Steuer? Oder auch Abzüge vom Lohn? Für immer oder nur für ein paar Jahre? Am Ende blieb nur die Mehrwert-Steuer übrig. Für immer.
Die Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente wurde am 3. März 2024 angenommen — ohne Finanzierung. Der Bundesrat beantragte am 16. Oktober 2024 eine Mehrwertsteuererhöhung um 0,7 Prozentpunkte und eine vorübergehende Senkung des Bundesbeitrags von 20,2 auf 19,5 Prozent. Im Parlament standen sich zwei Konzepte gegenüber: eine befristete, reine Mehrwertsteuerlösung (SVP, FDP, GLP) und eine dauerhafte Mischfinanzierung mit Lohnprozenten (Mitte, SP, Grüne). Der Nationalrat beharrte im Juni 2026 mit 99:97 auf einer Befristung bis 2033, der Ständerat auf der Mischfinanzierung; die Einigungskonferenz schlug 0,4 Punkte Mehrwertsteuer plus 0,2 Lohnprozente vor. Der Nationalrat strich die Lohnprozente mit 98:96. In der Schlussabstimmung vom 19. Juni 2026 passierte die reine Mehrwertsteuerlösung mit 108:85 und 28:13. Parallel läuft die Reform «AHV 2030» (Vernehmlassung bis 11. September 2026). Die 13. Rente wird 2026 und 2027 ohne zweckgebundene Zusatzfinanzierung ausbezahlt.
Noch keine Parole: Gewerbeverband sgv
So empfehlen die Parteien und der Bundesrat. Manche Parteien sagen es erst später. · Stand: 25. Oktober 2026
6 Enthaltungen
3 Enthaltungen
Jede Wahl hat einen Preis. Beide Seiten sind gleich gezeigt.
Wähle ein Beispiel. Du siehst: Wie ist es heute? Wie wäre es mit der neuen Regel?
Essen: 2,6 Prozent. Andere Sachen: 8,1 Prozent.
Essen: 2,6 Prozent. Andere Sachen: 8,5 Prozent.
Bei Ja geht es anders weiter als bei Nein. Jeder Punkt hat ein Zeichen: Das steht im Gesetz. Oder: Das schätzt der Bund. Oder: Das erwarten die Lager. Tippe auf einen Punkt. Dann siehst du den Text und die Quelle.
Egal wie die Abstimmung ausgeht: Im Dezember 2026 bekommen alle Rentner und Rentnerinnen eine Rente extra. Sie ist so hoch wie ein Zwölftel von der Jahres-Rente. Das steht seit dem 1. Januar 2026 im AHV-Gesetz. Die Mehrwert-Steuer bleibt 2026 und 2027 bei 8,1 Prozent.
Quelle: AHV-Gesetz (Fedlex) ↗Der Bundes-Rat erhöht die Mehrwert-Steuer. Der normale Satz steigt von 8,1 auf 8,5 Prozent. Der Satz für Hotels steigt von 3,8 auf 4,0 Prozent. Der Satz für Essen und Medikamente bleibt bei 2,6 Prozent. Das ganze zusätzliche Geld geht in den AHV-Fonds. Wann genau es losgeht, bestimmt der Bundes-Rat. Das Bundes-Amt rechnet mit 2028.
Quelle: Beschluss vom Parlament (Fedlex) ↗Die Mehrwert-Steuer bringt der AHV ab 2029 rund 1,4 Milliarden Franken pro Jahr. Im Jahr 2028 sind es erst rund 1,1 Milliarden. Der Grund: Die Steuer kommt mit Verzögerung bei der AHV an. Im Jahr 2030 gibt die AHV trotzdem mehr aus, als sie einnimmt. Es fehlen rund 1,2 Milliarden Franken. Ohne die Steuer wären es 2,6 Milliarden. Der AHV-Fonds hat dann noch 92 Prozent von einer Jahres-Ausgabe. Ohne die Steuer wären es 86 Prozent.
Quelle: Bundes-Amt für Sozial-Versicherungen, Rechnung mit Mehrwert-Steuer (Juli 2026) ↗Der Bundes-Rat plant eine grosse Reform. Sie heisst «AHV 2030». Im Mai 2026 hat er dazu einen Entwurf gezeigt. Darin steht: Wenn die 13. Rente dauerhaft bezahlt ist, braucht die AHV von 2030 bis 2040 kein weiteres Geld. Ob das wirklich reicht, ist umstritten. Befürworter und Gegner sehen das verschieden.
Die 13. Rente gibt es für immer. Darum braucht sie auch Geld für immer. So sinkt der AHV-Fonds nicht so schnell. Die AHV bleibt in den nächsten Jahren stabil.
Die Mitte / Travail.Suisse / Bundes-Rätin Baume-Schneider ↗Eine Steuer ohne Ende-Datum nimmt den Druck weg. Dann macht niemand mehr eine grosse AHV-Reform. Sie nennen das «Salami-Taktik». Das heisst: Immer nur ein kleines Stück lösen. Das Geld soll erst in einer grossen Reform geregelt werden. Bis dahin soll der AHV-Fonds die Kosten tragen.
FDP / eine Minderheit im Arbeitgeber-Verband ↗Im Jahr 2035 kostet die 13. Rente rund 5,1 Milliarden Franken. Die Mehrwert-Steuer bringt rund 1,5 Milliarden. Der Bund zahlt rund 1,0 Milliarden. Das ist zusammen etwa die Hälfte. Die AHV gibt rund 3,3 Milliarden Franken mehr aus, als sie einnimmt. Der AHV-Fonds hat dann noch 68 Prozent von einer Jahres-Ausgabe.
Quelle: Bundes-Amt für Sozial-Versicherungen, Rechnung mit Mehrwert-Steuer (Juli 2026) ↗Die 13. Rente steht seit dem 1. Januar 2026 im AHV-Gesetz. Im Dezember 2026 wird sie zum ersten Mal ausbezahlt. Ein Nein ändert daran nichts. Es fehlt nur das Geld, das die Mehrwert-Steuer gebracht hätte.
Quelle: AHV-Gesetz (Fedlex) ↗Die Verfassung bleibt gleich. Der Bund zahlt weiter 20,2 Prozent von allen AHV-Ausgaben. So steht es im Gesetz. Darum zahlt der Bund auch rund einen Fünftel von der 13. Rente. Im Jahr 2028 sind das rund 0,9 Milliarden Franken. Den Rest bezahlen die Abzüge vom Lohn und der AHV-Fonds.
Quelle: AHV-Gesetz (Fedlex) ↗Ohne das Geld aus der Mehrwert-Steuer gibt die AHV im Jahr 2030 rund 2,6 Milliarden Franken mehr aus, als sie einnimmt. Der AHV-Fonds sinkt auf 86 Prozent von einer Jahres-Ausgabe. Das Gesetz sagt: Der Fonds soll «in der Regel» mindestens 100 Prozent haben.
Quelle: Bundes-Amt für Sozial-Versicherungen, Rechnung ohne Mehrwert-Steuer (Juli 2026) ↗Der Bundes-Rat hat vorgesorgt. Falls kein Geld für die 13. Rente zustande kommt, hat er im Entwurf «AHV 2030» zwei Möglichkeiten genannt. Möglichkeit 1: Die Mehrwert-Steuer steigt um 0,7 Prozent-Punkte. Dazu steigen die Abzüge vom Lohn um 0,2 Prozent-Punkte. Möglichkeit 2: Nur die Mehrwert-Steuer steigt. Dafür um 0,9 Prozent-Punkte. Was Parlament und Volk daraus machen, ist offen.
Ein Nein macht den AHV-Fonds leer. Und ein Nein wird als Auftrag verstanden: Die Leute sollen länger arbeiten. Wenn man das Geld erst später regelt, wird es teurer.
Gewerkschafts-Bund / SP und Die Mitte im National-Rat ↗Bis zu einer grossen Reform soll der AHV-Fonds die Kosten tragen. Zuerst soll der Staat sparen. Dann kann man über Steuern reden. Ein Nein zwingt Bundes-Rat und Parlament: Sie müssen die nächste Reform schnell anpacken.
FDP ↗Im Jahr 2035 kostet die 13. Rente rund 5,1 Milliarden Franken. Nur der Bund zahlt einen Teil davon: rund 1,0 Milliarden. Die AHV gibt rund 4,9 Milliarden Franken mehr aus, als sie einnimmt. Der AHV-Fonds hat dann noch 51 Prozent von einer Jahres-Ausgabe. Das gilt, wenn das Parlament bis dahin nichts Neues beschliesst.
Quelle: Bundes-Amt für Sozial-Versicherungen, Rechnung ohne Mehrwert-Steuer (Juli 2026) ↗| Jahr | Bei Ja | Bei Nein |
|---|---|---|
| 2027 | -1.98 | -1.98 |
| 2028 | -0.65 | -1.72 |
| 2029 | -1.3 | -2.69 |
| 2030 | -1.23 | -2.65 |
| 2031 | -2.44 | -3.88 |
| 2032 | -2.15 | -3.62 |
| 2033 | -3.07 | -4.56 |
| 2034 | -2.39 | -3.91 |
| 2035 | -3.34 | -4.87 |
| Jahr | Bei Ja | Bei Nein |
|---|---|---|
| 2027 | 99 | 99 |
| 2028 | 98 | 96 |
| 2029 | 94 | 90 |
| 2030 | 92 | 86 |
| 2031 | 86 | 77 |
| 2032 | 83 | 72 |
| 2033 | 77 | 64 |
| 2034 | 74 | 59 |
| 2035 | 68 | 51 |
Drei Beispiel-Haushalte. Die Zahlen sind ungefähr. Wie wir gerechnet haben, steht dabei.
Eine Person mit Lehrlings-Lohn. Sie wohnt allein. Einkommen: bis 4600 Franken pro Monat. Auf Miete und Kranken-Kasse gibt es keine Mehrwert-Steuer. Auf Essen bleibt die Steuer tief. Teurer werden: Kleider, Handy-Abo, Ausgang, Verkehr, Elektronik.
Ab 2028 kosten Einkäufe mit dem normalen Steuer-Satz 0,37 Prozent mehr. Die Steuer-Verwaltung hat für Ein-Personen-Haushalte mit tiefem Einkommen gerechnet: Das sind rund 6 Franken pro Monat. Lernende geben oft weniger aus als der Durchschnitt. Dann ist es weniger.
Keine zusätzlichen Kosten. Aber der AHV fehlt Geld. Bis 2035 fehlen rund 4,9 Milliarden Franken pro Jahr. Wie man das löst, entscheidet eine spätere Vorlage.
Die obere Zahl kommt aus einer Tabelle der Steuer-Verwaltung. Die Tabelle rechnet mit plus 0,7 Prozent-Punkten. Für eine Person mit tiefem Einkommen sind das rund 135 Franken pro Jahr. Wir haben das auf plus 0,4 Prozent-Punkte umgerechnet: rund 77 Franken. Die untere Zahl ist ein typisches Lehrlings-Budget. 1000 bis 1500 Franken Ausgaben pro Monat. Davon gut die Hälfte mit dem normalen Steuer-Satz. Das gibt rund 25 bis 35 Franken pro Jahr. Die Steuer-Verwaltung hat für die beschlossene Variante keine eigene Tabelle gemacht.
Ein Paar mit 2 Kindern und mittlerem Einkommen: 6700 bis 13 399 Franken pro Monat. Teurer werden vor allem: Verkehr, Kleider, Haushalt, Freizeit, Restaurant. Essen bleibt bei 2,6 Prozent.
Ab 2028 zahlt die Familie auf Einkäufen mit dem normalen Steuer-Satz 0,37 Prozent mehr. Das sind rund 13 bis 20 Franken pro Monat. Die Steuer-Verwaltung sagt: Wer mehr verdient, zahlt in Franken mehr. Im Vergleich zum Einkommen zahlt er aber weniger.
Keine zusätzlichen Kosten. Aber der AHV fehlt Geld. Bis 2035 fehlen rund 4,9 Milliarden Franken pro Jahr. Wie man das löst, entscheidet eine spätere Vorlage.
Die Zahlen kommen aus einer Tabelle der Steuer-Verwaltung. Die Tabelle rechnet mit plus 0,7 Prozent-Punkten. Für ein Paar mit 2 Kindern sind das rund 315 bis 415 Franken pro Jahr. Wir haben das auf plus 0,4 Prozent-Punkte umgerechnet: rund 180 bis 237 Franken. In der Tabelle ist auch die Steuer auf Essen höher. Das fällt hier weg. Darum ziehen wir rund 20 bis 25 Franken ab. So kommen wir auf rund 160 bis 215 Franken. Die Steuer auf Hotels haben wir grob mitgerechnet. Die Tabelle beruht auf einer Umfrage zu Haushalts-Budgets von 2018 und 2019. Die Steuer-Verwaltung hat für die beschlossene Variante keine eigene Tabelle gemacht.
Zwei Personen im Renten-Alter. Sie haben AHV-Rente und Pensions-Kasse. Mittleres Einkommen: 4600 bis 9399 Franken pro Monat. Rentner geben einen grossen Teil vom Einkommen für Einkäufe aus. Das sagt der Bundes-Rat. Die 13. AHV-Rente bekommt das Paar bei Ja und bei Nein.
Ab 2028 zahlt das Paar auf Einkäufen mit dem normalen Steuer-Satz 0,37 Prozent mehr. Das sind rund 10 bis 17 Franken pro Monat. Die 13. AHV-Rente bleibt gleich. Sie ist ein Zwölftel von der Jahres-Rente. Für ein Ehepaar sind das bis zu 3780 Franken.
Keine zusätzlichen Kosten. Aber der AHV fehlt Geld. Bis 2035 fehlen rund 4,9 Milliarden Franken pro Jahr. Wie man das löst, entscheidet eine spätere Vorlage.
Die Zahlen kommen aus einer Tabelle der Steuer-Verwaltung. Die Tabelle rechnet mit plus 0,7 Prozent-Punkten. Für Rentner-Haushalte sind das rund 233 bis 343 Franken pro Jahr. Wir haben das auf plus 0,4 Prozent-Punkte umgerechnet: rund 133 bis 196 Franken. Die höhere Steuer auf Essen fällt weg. Darum ziehen wir rund 15 bis 20 Franken ab. So kommen wir auf rund 115 bis 180 Franken. Wir gehen bis 200 Franken. Der Grund: Die Tabelle mischt Rentner allein und Rentner-Paare. Paare geben mehr aus. Der Bundes-Rat sagt: Die 13. Rente selbst ist in der Tabelle nicht mitgerechnet.
Die Steuer-Sätze stehen in der Verfassung. Ein Ja kann man nur rückgängig machen, wenn man die Verfassung wieder ändert. Dafür braucht es einen Beschluss vom Parlament oder eine Volks-Initiative. Und dann eine Abstimmung: Volk und Kantone müssen Ja sagen. Das Parlament wollte kein Ende-Datum für die Steuer. Nach einem Nein kann das Parlament jederzeit einen neuen Vorschlag machen. Für eine höhere Mehrwert-Steuer braucht es wieder eine Abstimmung mit Volk und Kantonen. Für höhere Abzüge vom Lohn reicht eine Gesetzes-Änderung. Dagegen kann man das Referendum ergreifen. Dann reicht die Mehrheit vom Volk.
Der Bundes-Rat hatte im Oktober 2024 einen anderen Plan. Alle 3 Sätze der Mehrwert-Steuer sollten steigen: der normale Satz auf 8,8 Prozent, der Satz für Essen auf 2,8 Prozent, der Satz für Hotels auf 4,2 Prozent. Gleichzeitig sollte der Bund weniger an die AHV zahlen: 19,5 statt 20,2 Prozent. So hätte der Bund Geld gespart.
Der Stände-Rat wollte zusätzlich zur Mehrwert-Steuer auch die AHV-Abzüge vom Lohn erhöhen. Zuerst wollte er plus 0,4 Prozent-Punkte auf dem Lohn ab 2028. Dazu die Mehrwert-Steuer in zwei Schritten um bis zu 1,0 Prozent-Punkte. Später wollte er plus 0,3 auf dem Lohn und plus 0,4 bei der Mehrwert-Steuer. Am Schluss schlug eine Kommission von beiden Räten vor: plus 0,2 auf dem Lohn und plus 0,4 bei der Mehrwert-Steuer. Das hätte rund 2,5 Milliarden Franken gebracht.
SVP, FDP und GLP wollten nur eine Übergangs-Lösung. Zuerst wollten sie plus 0,7 Prozent-Punkte bis Ende 2030. Später plus 0,5 Prozent-Punkte beim normalen Satz und plus 0,3 bei Hotels bis Ende 2033. Der National-Rat stimmte dem zweimal knapp zu. Im Stände-Rat scheiterte ein ähnlicher Vorschlag: plus 0,6 Prozent-Punkte bis 2030.
Ein Vorschlag von Andri Silberschmidt (FDP), unterstützt von der SVP: Wenn der AHV-Fonds unter 90 Prozent von einer Jahres-Ausgabe fällt, passiert automatisch etwas. Die Mehrwert-Steuer steigt um 0,5 Prozent-Punkte. Und das Renten-Alter steigt Schritt für Schritt um 6 Monate. Ein höheres Renten-Alter als direkte Massnahme hat niemand vorgeschlagen. Aber FDP und SVP haben es immer wieder gefordert.
Der Stände-Rat wollte eine automatische Regel. Wenn der AHV-Fonds bald unter 100 Prozent von einer Jahres-Ausgabe fällt, muss der Bundes-Rat Vorschläge machen. Wenn der Fonds unter 80 Prozent fällt, steigen die Abzüge vom Lohn automatisch. Um bis zu 0,3 Prozent-Punkte. Zuerst war es bis zu 0,4 Prozent-Punkte.
Der National-Rat verlangte im April 2024 vom Bundes-Rat einen Bericht. Thema: Eine Steuer auf Finanz-Geschäfte für die AHV. Der Bundes-Rat schrieb im Oktober 2024: Diese Steuer bringt nicht viel Geld. Sie ist nicht geeignet, um die AHV stabil zu finanzieren. Im Stände-Rat wurden die Steuer auf Finanz-Geschäfte und die Erbschafts-Steuer nur erwähnt. Als Möglichkeit für eine spätere Reform.
Das Bundes-Amt für Sozial-Versicherungen rechnet die AHV-Zahlen bis 2040 voraus. Aber nach 10 Jahren werden die Zahlen immer unsicherer. Die Mehrwert-Steuer bezahlt nur die Hälfte von der 13. Rente. Woher der Rest kommt, ist noch offen. Das entscheidet erst die nächste Reform. Sie heisst «AHV 2030». Der Bundes-Rat hat dazu noch keinen Vorschlag an das Parlament geschickt. Das Abstimmungs-Büchlein sagt: Ein Haushalt zahlt im Schnitt 180 Franken pro Jahr mehr. Wer wenig verdient, zahlt rund 7 Franken pro Monat mehr. Wer viel verdient, zahlt rund 28 Franken pro Monat mehr.
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Das ist der Original-Text. Er ist in schwerer Sprache. Wir haben ihn nicht verändert.
3quinquies Zur Sicherung der Finanzierung der 13. Altersrente erhöht der Bundesrat den Normalsatz um 0,4 Prozentpunkte und den Sondersatz für Beherbergungsleistungen um 0,2 Prozentpunkte.
3sexies Der Ertrag aus der Erhöhung nach Absatz 3quinquies wird vollumfänglich dem Ausgleichsfonds der Alters- und Hinterlassenenversicherung zugewiesen.
1 Dieser Beschluss wird Volk und Ständen zur Abstimmung unterbreitet. 2 Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.
Eine Umfrage zeigt nur die Stimmung an einem Tag. Sie sagt nicht, wie die Abstimmung ausgeht. Die Umfragen wurden im Internet und am Telefon gemacht.
| Wer hat gefragt? | Wann? | Wie viele? | Ja | Nein | Unsicher |
|---|---|---|---|---|---|
| LeeWas · Tamedia / 20 Minuten | 7.–8. Okt. 2026 | 11'239 | 36 % | 60 % | 4 % |
| YouGov Schweiz · Eigenstudie | 7.–19. Okt. 2026 | 2'949 | 38 % | 51 % | 11 % |
| gfs.bern · SRG SSR | 5.–18. Okt. 2026 | 14'874 | 46 % | 49 % | 5 % |
Kommt noch: Im November kommen weitere Umfragen.
Zahlen aus dem Abstimmungs-Kampf. Und wer sie sagt.
Quellen: Bundesrat — Erläuterungen zur Volksabstimmung vom 29. November 2026 (Abstimmungsbüchlein, PDF) · Fedlex — Bundesbeschluss vom 19.06.2026 (BBl 2026 1757, PDF) · Parlament — Curia Vista, Geschäft 24.073 · Parlament — Für die 13. AHV-Rente wird die Mehrwertsteuer erhöht (19.06.2026) · BSV — Neue Finanzperspektiven der Sozialwerke (02.07.2026) · BSV — 13. AHV-Rente: Umsetzung · admin.ch/BSV — Botschaft zur 13. AHV-Rente (16.10.2024) · SRF — Baume-Schneider: Mehrwertsteuer «nicht so unfair» (20.03.2026) · SRF — 13. AHV-Rente nur teilfinanziert: Wie geht es weiter? · BSV — Finanzperspektiven der AHV (XLSX «gemäss geltender Ordnung» / «gemäss Finanzierung der 13. Altersrente», 02.07.2026) · Fedlex — Botschaft zur Finanzierung der 13. AHV-Rente (BBl 2024 2747, ESTV-Tabellen 6-4/6-5) · SRF — Mitte-Delegiertenversammlung 05.09.2026 · FDP — Finanzierung der 13. AHV-Rente · FDP — Parolen · Arbeitgeberverband — Stimmfreigabe (21.08.2026) · economiesuisse — Wirtschaft geeint für Kompromiss (02.06.2026) · SGB — DV wird Parole zur Mehrwertsteuer-Finanzierung beschliessen · Travail.Suisse — Rasche und nachhaltige Finanzierung (20.02.2026) · Bundeskanzlei — Abstimmungsvorlagen für den 29. November 2026 · LeeWas / Tamedia — Abstimmungsumfrage Welle 1 (14.10.2026, PDF) · SVP — Medienmitteilung zur Delegiertenversammlung (17.10.2026) · GLP — Parolen für die Abstimmungen vom 29. November (24.10.2026) · Grüne — Abstimmungsempfehlung: Ja zur Finanzierung der 13. AHV (18.10.2026) · Travail.Suisse — Parolen für die Volksabstimmungen vom 29. November (15.10.2026) · economiesuisse — Parolen zum 29. November (15.09.2026, englische Fassung) · YouGov Schweiz — Stimmungsbarometer zum 29. November (20.10.2026) · gfs.bern — 1. SRG-Trendumfrage zum 29. November 2026 (23.10.2026)