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Abstimmung in der Gemeinde · SH
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Abstimmung am 29. November 2026

Ein neues Haus für das Kinder- und Jugend·heim (Generalengut)

Für wen?

Lese-Stufe: Leicht

Kosten
6,39 Millionen Franken (Kauf und Umbau)
Stadt·parlament
Ja: 30 zu 1. 1 Enthaltung.
Abstimmung
29. November 2026

Quellen: Abstimmungsmagazin · stadt-schaffhausen.ch · Grosser Stadtrat · Bildungskommission

Worum geht es?

Die Stadt Schaffhausen hat ein Heim für Kinder und Jugendliche. Das Heim ist seit über 20 Jahren in einem Gebäude vom Alters·zentrum Kirchhof·platz. Das war nur als Übergang gedacht. Die Räume sind zu klein und nicht gut für Kinder. Es gibt eine Warte·liste. Darum will die Stadt das alte Pfarr·haus Generalengut kaufen und umbauen. Dann gibt es 14 Plätze statt 7. Der Kauf kostet 2,4 Millionen Franken. Der Umbau kostet 4 Millionen Franken. Weil das so viel Geld ist, muss das Volk abstimmen.

Die Vorlage des Stadtrats vom 31. März 2026 umfasst zwei Kredite, die gemeinsam dem obligatorischen Referendum unterstehen (Art. 10 lit. d Stadtverfassung): den Erwerb der Liegenschaft Stokarbergstrasse 14 (GB 1275) vom Verband der reformierten Kirchgemeinden für 2'405'000 Franken ins Verwaltungsvermögen und einen Investitionskredit von 3'985'000 Franken für den Umbau (Kostengenauigkeit ±25 Prozent, Preisstand April 2025). Das denkmalgeschützte Generalengut (erbaut 1780, Empire-Ausbau 1823) erhält mit Dachausbau elf Einzelzimmer und zwei barrierefreie Geschwisterzimmer; die Plätze steigen von sieben auf bis zu vierzehn, das Angebot wird auf ältere Kinder und Kinder mit besonderen Bedürfnissen erweitert. Die Stadt strebt die Anerkennung nach IVSE und durch das Bundesamt für Justiz an, womit Beiträge von Bund und Kanton möglich würden; das Heim bleibt Teil der Stadtverwaltung. Die Bildungskommission stimmte 7:0 zu, der Grosse Stadtrat am 1. September 2026 mit 30:1 bei 1 Enthaltung.

Wie kam es dazu?

Schon 2023 hat das Stadt·parlament gesagt: Das Heim braucht ein neues Zuhause. Das Haus Generalengut gehört den reformierten Kirch·gemeinden. Sie haben 2025 Ja gesagt zum Verkauf. Bis zum Umbau braucht die Schule Steig das Haus.

Das Kinder- und Jugendheim (KJH) ist seit über zwanzig Jahren im Bau 59 des Alterszentrums Kirchhofplatz untergebracht; die Räume entsprechen weder den gesetzlichen noch den pädagogischen Anforderungen. Der Grosse Stadtrat erklärte am 6. Juni 2023 das Postulat Spitz (GLP) «Ein neues Zuhause für das Kinder- und Jugendheim» und am 18. Februar 2025 das Postulat Schöpfer (EDU) zur Liegenschaft Ringkengässchen 5 erheblich. 2024 schlossen Stadtrat und Kirchgemeindeverband eine Absichtserklärung über drei Liegenschaften ab; am 28. September 2025 stimmten die Kirchgemeindemitglieder dem Verkauf mit 87,6 Prozent zu. Seit Januar 2025 nutzt die Primarschule Steig das Haus als Zwischenlösung (Miete 3'800 Franken pro Monat). Im Grossen Stadtrat unterlag am 1. September 2026 ein Rückweisungsantrag der SVP (Übertragung im Baurecht an eine städtische soziale Stiftung prüfen) mit 14:18; ein Antrag, die Mitfinanzierung durch Stiftungen und Dritte zu prüfen, wurde mit 22:9 angenommen. Der Stadtrat setzte die Abstimmung am 14. September 2026 auf den 29. November 2026 an.

Bei einem Ja
Die Stadt kauft das Haus 2027 und baut es ab 2028 um. Ende 2029 zieht das Heim ein. Dann gibt es 14 Plätze.
Kauf 2027, Baustart voraussichtlich im dritten Quartal 2028, Bezug Ende 2029. Das Heim wird mit Vollkostentarifen für auswärtige Platzierungen geführt; mit der IVSE- und BJ-Anerkennung werden Beiträge von Bund und Kanton möglich, sind aber nicht gesichert. Der Bau 59 am Kirchhofplatz wird frei und steht für die Entwicklung des Kirchhofareals zur Verfügung. Die Mitfinanzierung durch Stiftungen oder Dritte wird geprüft (Antrag 22:9).
Bei einem Nein
Das Heim bleibt im alten Gebäude am Kirchhof·platz. Die Stadt muss eine neue Lösung suchen.
Bei Ablehnung kommt der Kaufvertrag mit dem Kirchgemeindeverband nicht zustande; das Kinder- und Jugendheim bleibt vorerst im Bau 59 mit sieben Plätzen, die Angebotserweiterung entfällt. Die Entwicklung des Kirchhofareals müsste ohne Freispielung des Baus 59 geplant werden. Die Vorlage beschreibt die Folgen einer Ablehnung nicht im Detail.
Wer empfiehlt Ja oder Nein?
Ja
StadtratStadt·parlamentEDU Stadt SH
Nein
—

Noch keine Parole: SVP Stadt SH · SP Stadt SH · FDP Stadt SH · Die Mitte Stadt SH · Grüne Stadt SH · GLP Stadt SH · EVP Stadt SH · JUSO Stadt SH

So empfehlen die Behörden und die Parteien. Manche Parteien sagen es erst später. · Stand: 25. Oktober 2026

Die Waage: Was gewinnt man? Was gibt man auf?
Bei einem JA
+ Das gewinnt man
  • Doppelt so viele Plätze: 14 statt 7
  • Das alte Haus bleibt bei der Stadt
  • Das Gebäude am Kirchhof·platz wird frei
− Das gibt man auf
  • 6,39 Millionen Franken sind gebunden
  • Andere Lösungen werden nicht weiter geprüft
Bei einem NEIN
+ Das gewinnt man
  • Die Stadt gibt kein Geld aus
  • Es bleibt Zeit für andere Lösungen
− Das gibt man auf
  • Das Heim bleibt im alten Gebäude
  • Die Warte·liste bleibt

Jede Wahl hat einen Preis. Beide Seiten sind gleich gezeigt.

Gründe: dafür und dagegen

Dafür

Stadtrat und Bildungs·kommission
Bedarf & Betrieb Das Heim ist voll. Es gibt eine Warte·liste. Die Räume sind nicht gut für Kinder. Im neuen Haus gibt es doppelt so viele Plätze. Quelle: Stadtrat und Bildungs·kommission ↗
Kosten Die Stadt bekommt für das Geld ein Haus. Für Kinder aus anderen Orten zahlen die anderen Gemeinden. Vielleicht zahlen auch Bund und Kanton etwas. Quelle: Stadtrat ↗
Wer führt das Heim? Das Heim bleibt bei der Stadt. Das Haus liegt zentral. Die Kinder kommen allein zur Schule und in die Freizeit. Quelle: Stadtrat und Bildungs·kommission ↗
Ort & Zeit·plan Das alte Gebäude am Kirchhof·platz wird frei. Dort kann die Stadt etwas Neues planen. Quelle: Stadtrat ↗

Dagegen

Hinweis in der Vorlage vom Stadtrat (kein Nein-Komitee)
Bedarf & Betrieb Mit mehr Plätzen kostet der Betrieb jedes Jahr mehr Geld. Quelle: Hinweis in der Vorlage vom Stadtrat (kein Nein-Komitee) ↗
Kosten Kauf und Umbau kosten 6,39 Millionen Franken. Die Kosten können noch um einen Viertel höher sein. Geld vom Bund und vom Kanton ist nicht sicher. Quelle: Hinweis in der Vorlage vom Stadtrat (kein Nein-Komitee) ↗
Wer führt das Heim? Vielleicht soll eine Stiftung das Heim führen, nicht die Stadt. Das wollte die SVP prüfen. Das Parlament sagte Nein: 14 zu 18. Quelle: Minderheit im Stadt·parlament (SVP, FDP, EDU, Mitte) ↗
Ort & Zeit·plan Das Heim zieht erst Ende 2029 ein. Bis dahin braucht es Not·lösungen. Ob Stiftungen Geld geben, ist noch nicht geprüft. Quelle: Bildungs·kommission und Antrag der SVP ↗

Tendenz von den Besuchern

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Diskussion

Regeln für die Diskussion

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Mehr dazu · zum Aufklappen
Die Geschichte der Neutralität Von 1815 bis zur Abstimmung 2026

Vom Postulat 2023 bis zur Abstimmung: Wie die Stadt zu einem neuen Standort für ihr Kinder- und Jugendheim kam.

  1. 6. Juni 2023
    Postulat «Ein neues Zuhause für das Kinder- und Jugendheim» Der Grosse Stadtrat erklärt das Postulat von Daniel Spitz (GLP) erheblich. Vorlage des Stadtrats
  2. 2024
    Absichtserklärung mit den Kirchgemeinden Stadtrat und Verband der reformierten Kirchgemeinden vereinbaren Verhandlungen über drei Liegenschaften, darunter das Generalengut. Vorlage des Stadtrats
  3. 28. Sept. 2025
    Kirchgemeinden stimmen dem Verkauf zu Die Mitglieder der Kirchgemeinden sagen mit 87,6 Prozent Ja zum Verkauf an die Stadt. Vorlage des Stadtrats
  4. 31. März 2026
    Vorlage des Stadtrats Kauf für 2,405 Mio. und Umbaukredit von 3,985 Mio. Franken; 14 Plätze, Anerkennung nach IVSE und BJ angestrebt. Geschäftsseite
  5. 31. Juli 2026
    Bildungskommission: 7:0 Die Kommission empfiehlt die Vorlage einstimmig zur Annahme. Kommissionsbericht
  6. 1. Sept. 2026
    Grosser Stadtrat: 30:1 bei 1 Enthaltung Rückweisungsantrag (Baurecht an eine Stiftung) unterliegt 14:18; Antrag zur Prüfung einer Mitfinanzierung durch Dritte angenommen 22:9. Abstimmungsergebnisse
  7. 14. Sept. 2026
    Abstimmung angeordnet Der Stadtrat setzt die Volksabstimmung auf den 29. November 2026 an. Stadt Schaffhausen
Was wir noch nicht wissen Hier fehlen noch Infos. Wir tragen sie später nach.
  • Im Abstimmungs·heft der Stadt steht die genaue Abstimmungs·frage nicht.
  • Die EDU sagt Ja. Die anderen Parteien haben noch keine Parole. Stand: 25. Oktober 2026.
  • Es gibt kein Nein-Komitee. Nur eine Person im Parlament hat Nein gesagt.
  • Das Abstimmungs·heft bestätigt: Das Parlament hat 30 zu 1 Ja gesagt.
Für Lehr-Personen · Bezug zum Lehrplan
  • Sek I · Einstieg
    Politische Bildung: Wann muss das Volk über Geld in der Gemeinde abstimmen? Beispiel: ein Heim für Kinder.
  • Sek II / Gymi · BFS / ABU
    Politische Bildung: Wann muss das Volk über Geld in der Gemeinde abstimmen? Beispiel: ein Heim für Kinder.
Für Kanton und Gemeinde

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Quellen: Stadt Schaffhausen — Abstimmungsmagazin zur Volksabstimmung vom 29. November 2026 (PDF) · Stadt Schaffhausen — Vorlage des Stadtrats «Kinder- und Jugendheim Generalengut» (31.03.2026, PDF) · Bildungskommission — Bericht und Antrag (31.07.2026, PDF) · Grosser Stadtrat — Beschlussprotokoll vom 01.09.2026 (PDF) · Grosser Stadtrat — Abstimmungsergebnisse vom 01.09.2026 (PDF) · Stadt Schaffhausen — Geschäftsseite Kinder- und Jugendheim Generalengut · Stadt Schaffhausen — Abstimmungstermin 29. November 2026 (14.09.2026) · Stadt Schaffhausen — Urnengang vom 29. November 2026 · Schaffhausen24 — Drei städtische Abstimmungsvorlagen am 29. November 2026 (14.09.2026) · EDU Schaffhausen — Abstimmungsparolen